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3. Impuls

„Zu dieser Zeit kamen einige Pharisäer zu ihm und sagten:
Geh weg, verlass dieses Gebiet, denn Herodes will dich töten.
Er antwortete ihnen: Geht und sagt diesem Fuchs: Ich treibe Dämonen aus und heile Kranke, heute und morgen,
und am dritten Tag werde ich mein Werk vollenden.
Doch heute und morgen und am folgenden Tag muss ich weiterwandern; denn ein Prophet darf nirgendwo anders als in Jerusalem umkommen. Jerusalem, Jerusalem, du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die zu dir gesandt sind.
Wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt; aber ihr habt nicht gewollt.“
(Lk 13, 31-34)

Jesus lässt sich durch die Bedrohung nicht abbringen.
Henne und Fuchs stehen einander gegenüber.
Es ist klar, wer den Kürzeren zieht.
Und dennoch wird Jesus sein Werk vollenden.

Mir ist kein Kunstwerk bekannt,
auf dem die Henne als Bild für Jesus vorkommt.
Auch nicht als Symbol in einer Ecke.
Ist dieses Bild den Künstlern zu weiblich?

Wer schon einmal zugeschaut hat, weiß:
Es ist nicht so einfach, bis die Henne all ihre Küken beieinander hat,
bis alle ihren Platz gefunden haben;
da läuft noch eines davon,
da schaut noch ein Schwanz, ein Schnabel heraus ...
Die Henne verliert nicht die Geduld.

Was für ein Bild für die Sehnsucht Gottes nach uns.
Was für eine Einladung,
bei Jesus zusammenzukommen,
mich bergen zu lassen.

3. Impuls (19.03.07 bis 24.03.07) (doc, 30 KB)

2. Impuls

„Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag für Tag herrlich und in Freuden lebte. Vor der Tür des Reichen aber lag ein armer Mann namens Lazarus, dessen Leib voller Geschwüre war. Er hätte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen herunterfiel. Statt dessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren. Als nun der Arme starb, wurde er von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben. In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von weitem Abraham, und Lazarus in seinem Schoß. Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir, und schick Lazarus zu mir; er soll wenigstens die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge kühlen, denn ich leide große Qual in diesem Feuer. Abraham erwiderte: Mein Kind, denk daran, dass du schon zu Lebzeiten deinen Anteil am Guten erhalten hast, Lazarus aber nur Schlechtes. Jetzt wird er dafür getröstet, du aber musst leiden. Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund, so dass niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte. Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines Vaters! Denn ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen. Abraham aber sagte: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie hören. Er erwiderte: Nein, Vater Abraham, nur wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren. Darauf sagte Abraham: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.“ (Lk 16, 19-31)

Der Vorwurf des 19. Jahrhunderts, Religion sei pure Vertröstung aufs Jenseits, ist uns Christen schwer in die Knochen gefahren Und doch ist diese Geschichte in einer Zeit, in der sich die Schere zwischen Reich und Arm ungeniert weiter öffnet, ganz und gar nicht überflüssig.

Lazarus heißt: Gott hilft. Diese Hilfe Gottes ist nicht immer Abhilfe, aber immer Ausgleich. Wenn dabei die künftige Welt ins Spiel kommt, so soll das nach dem Willen Gottes Rückwirkungen auf die jetzige haben. Die Geschichte wird jetzt erzählt, damit es nicht zu spät ist.

Das Gesetz und die Propheten richten nichts aus, auch nicht ein Auferstandener, wenn ich nicht Augen habe, den Lazarus vor meiner Tür zu sehen und ihm im Auftrag Gottes zum Helfer werde.

2. Impuls (19.03.07 bis 24.03.07) (doc, 30 KB)

1. Impuls

„Einer von den führenden Männern fragte ihn:
Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?
Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut?
Niemand ist gut außer Gott, dem Einen.
Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen; ehre deinen Vater und deine Mutter!
Er erwiderte: Alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt.
Als Jesus das hörte, sagte er: Eines fehlt dir noch:
Verkauf alles, was du hast, verteil das Geld an die Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach!
Der Mann aber wurde sehr traurig, als er das hörte; denn er war überaus reich.
Jesus sah ihn an und sagte: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! Denn eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“
(Lk 18, 18-25)

Der Abschnitt hat eine doppelte Sinnspitze.
Das eine ist die Warnung vor dem Reichtum.
Wer reich ist, genügt sich selber und braucht nichts und niemanden.
Die Lebensweise Jesu und seiner Anhängerschaft meint dagegen:
Loslassen, hergeben, für andere da sein und selbst auf andere verwiesen sein.

Gibt es das in dem einen oder anderen Bereich auch bei mir, dass ich mir selbst genug bin?
Der erste Teil kann auch noch anders gelesen werden:

Da ist jemand, dem es mit dem Glauben wirklich ernst ist.
Nicht nur Lippenbekenntnis, sondern Maßstab des Lebens.
Und dennoch fehlt etwas. Darauf verweist Jesus.
Dein Glaube ist schon viel.
Eines fehlt dir noch.

Was könnte das bei mir sein?

1. Impuls (19.03.07 bis 24.03.07) (doc, 30 KB)

Tipp zum Beten

Hören wir noch einmal auf Teresa von Avila, die ihren Schwestern rät:

„Gewöhnt euch daran, Jesus immer bei euch zu haben. Ich wünsche nicht, dass ihr über Jesus viel nachdenkt, dass ihr euch viele Gedanken macht oder scharfsinnige Erwägungen anstellt. Ich bitte euch nur, dass ihr ihn anschaut. Wer hindert euch, den Blick eures Inneren auf diesen Herrn zu richten? Ist es zuviel, von Zeit zu Zeit die Augen von den äußeren Dingen abzuwenden und ihn anzusehen? Schon ein Blick von uns ist ihm so kostbar,  dass er sich von uns finden lässt.“

Und in den Worten von Franz von Sales:

„Wenn dein Herz wandert oder leidet,
bring es behutsam an seinen Platz zurück
und versetze es sanft in die Gegenwart deines Herrn.
Und selbst, wenn du nichts getan hast
in deinem ganzen Leben,
außer dein Herz zurückzubringen
und wieder in die Gegenwart unseres Gottes zu versetzen,
obgleich es jedes Mal wieder fortlief,
nachdem du es zurückgeholt hattest,
dann hast du dein Leben erfüllt.“

Tipp zum Beten (19.03.07 bis 24.03.07) (doc, 29 KB)