Cookie-Einstellungen

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Dazu zählen Cookies, die für den Betrieb der Seite und für die Steuerung unserer kommerziellen Unternehmensziele notwendig sind, sowie solche, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken, für Komforteinstellungen oder zur Anzeige personalisierter Inhalte genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

Cookie-Einstellungen

3. Impuls

„Weiter sagte Jesus: Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen auf.
Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen. Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über das Land, und es ging ihm sehr schlecht.
Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten. Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon.
Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen, und ich komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner.
Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn.
Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand, und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand, und zieht ihm Schuhe an. Bringt das Mastkalb her, und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein. Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches Fest zu feiern.
Sein älterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz. Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle. Der Knecht antwortete: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn heil und gesund wieder-bekommen hat. Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen.
Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu. Doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre schon diene ich dir, und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet. Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.“ (Lk 15, 11-32)

Zunächst ist das Gleichnis noch eine Variante zum Thema:
Gottes Freude über das Finden des Verlorengegangenen.
Nicht das Suchen, sondern das Warten steht diesmal im Vordergrund.
Zudem wird der Prozess des Umdenkens beim Sohn anschaulich geschildert.

Mit dem älteren Bruder kommt dann aber etwas ganz Neues ins Spiel:
dass wir Gott nicht immer verstehen können,
dass wir dann einfach nicht mitkommen und mit ihm streiten möchten
oder uns schlichtweg verweigern.

Glaube ich Gott seine Liebe zu mir, auch wenn nichts von ihr bei mir ankommt und ich mich benachteiligt fühlte?

3. Impuls (12.03.07 bis 17.03.07) (doc, 27 KB)

2. Impuls

„Wenn dein Bruder sündigt, weise ihn zurecht;
und wenn er sich ändert, vergib ihm.
Und wenn er sich siebenmal am Tag gegen dich versündigt
und siebenmal wieder zu dir kommt und sagt: Ich will mich ändern!,
so sollst du ihm vergeben. (Lk 17, 3-4)

Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders,
aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?
Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen!, während du den Balken in deinem eigenen Auge nicht siehst?
Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.“ (Lk 6, 41-42)

Der großen Vorgabe sind wir schon begegnet:
Richtet nicht ... Verurteilt nicht ... Erlasst einander die Schuld ...
Hier sind zwei Konkretisierungen dazu:
Die erste ermutigt uns, an die Umkehrfähigkeit der Anderen zu glauben.
Bei kleinen Kindern bringt man diese Geduld ja noch auf. Gott hat sie auch uns Erwachsenen gegenüber.
Die zweite Überlegung beschäftigt sich mit der eigenen Umkehrfähigkeit.
Es ist ja oft gar nicht Absicht, dass wir anderen das Leben schwer machen, sondern ein Mangel an Erkenntnis. Wir haben einen blinden Fleck im Auge, und wir haben mehrere bis viele blinde Flecken, was unsere Selbsteinschätzung angeht. Wir werden deswegen nicht verurteilt, aber wir sollen die anderen nicht mit strengerem Maß messen ...

2. Impuls (12.03.07 bis 17.03.07) (doc, 25 KB)

1. Impuls

„Es gibt keinen guten Baum, der schlechte Früchte hervorbringt, noch einen schlechten Baum, der gute Früchte hervorbringt.
Jeden Baum erkennt man an seinen Früchten:
Von den Disteln pflückt man keine Feigen, und vom Dornstrauch erntet man keine Trauben.
Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil in seinem Herzen Gutes ist; und ein böser Mensch bringt Böses hervor, weil in seinem Herzen Böses ist.
Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund.

Was sagt ihr zu mir: Herr! Herr!, und tut nicht, was ich sage?
Ich will euch zeigen, wem ein Mensch gleicht, der zu mir kommt und meine Worte hört und danach handelt. Er ist wie ein Mann, der ein Haus baute und dabei die Erde tief aushob und das Fundament auf einen Felsen stellte. Als nun ein Hochwasser kam und die Flutwelle gegen das Haus prallte, konnte sie es nicht erschüttern, weil es gut gebaut war.
Wer aber hört und nicht danach handelt, ist wie ein Mann, der sein Haus ohne Fundament auf die Erde baute. Die Flutwelle prallte dagegen, das Haus stürzte sofort in sich zusammen und wurde völlig zerstört.“ (Lk 6, 43-49)

Das Stichwort dieses Abschnittes ist: Übereinstimmung.
Am Anfang steht die Übereinstimmung zwischen dem, was ich bin, und dem, was ich hervorbringe.
Wenn das zusammenpasst, bin ich wie ein guter, fruchtbringender Baum.

An Ende steht die Übereinstimmung zwischen dem, was ich von Jesus vernehme, mit dem, wie ich handle.
Wenn das zusammenpasst, habe ich mein Lebenshaus auf ein gutes Fundament gebaut.

In der Mitte stehen zwei Aussagen, die einander scheinbar widersprechen.
Es gibt die Möglichkeit, „Herr, Herr“ zu sagen und doch ganz anders zu handeln.
Auf längere Sicht wird jedoch zum Vorschein kommen, wovon mein Herz wirklich voll ist. Nur davon werde ich überzeugend reden.

Auf die Schnelle kann man sich täuschen.
Längerfristig gilt als Kriterium: Die Früchte werden zeigen,
was eine gute, was eine schlechte Entscheidung war.

1. Impuls (12.03.07 bis 17.03.07) (doc, 26 KB)

Tipp zum Beten

Nicht für jeden ist das Herzensgebet, wie wir es in der letzten Woche beschrieben haben, das Richtige. Vielleicht spricht Sie ein anderer und doch ganz ähnlicher Weg an.
Er heißt mit den Worten der spanischen Mystikerin Teresa von Avila: „Mira que te mira.“ Sieh, dass Jesus dich ansieht.
Und sie ergänzt: „Er sieht dich liebevoll an und ist zum Helfen bereit.“
Spür die Liebe in seinem Blick.
Es ist gut dabei und darin zu verweilen.

Noch in eine andere Richtung gibt es eine Variante des Herzensgebets. Die Gebetsformel „Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner“ oder ein Psalmvers oder ein Liedvers kann auch beständig wiederholt werden, gebetsmühlenartig. Das Rosenkranzgebet ist im Grunde eine ähnliche Form. Im Hinduismus kennt man dasselbe als Mantram.
„Obschon viele Scheingebildete dieses mündliche und häufige Beten ein und desselben Gebets für unnütz, ja gar für kleinlich halten, indem sie es als eine mechanische und sinnlose Beschäftigung einfacher Leute abtun, so kennen sie zum Unglück das Geheimnis nicht, das sich später durch diese mechanische Übung offenbart; sie wissen nicht, wie dieses mündliche, aber häufige Seufzen unmerklich auch vom Herzen mitgetan, nach innen herein vertieft, wie es mit Wonnen erfüllt, wie es gleichsam zur zweiten Natur der Seele wird“, heißt es in den „Aufrichtigen Erzählungen eines russischen Pilgers“.

Ich stelle Ihnen diese verschiedenen Möglichkeiten nicht vor, damit Sie das alles in Ihr Gebetspensum aufnehmen. Vielmehr möchte ich Sie einladen, die Weisen zu finden, die zu Ihnen passen und die Sie Gott näher bringen. Denn das ist das Ziel eines jeden Gebetsweges.

Tipp zum Beten (12.03.07 bis 17.03.07) (doc, 25 KB)